Widerstände messen

Die Elektronik des c't-Bot
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thomaslauer

Widerstände messen

Beitrag von thomaslauer » 17 Sep 2006, 14:04

Hallo,

ich bin nicht gerade der Elektroniker, deshalb vielleicht für viele eine etwas dumme Frage. Ich habe mit meinem Bot etwas Probleme. Deshalb versuche ich gerade alle Bauteile zu messen.

Wenn ich mit meinem Ohm-Messgeräte die Widerstände messe,
werden die meisten richtig angezeigt. Nur bei manchen bekomme
ich andere Werte.

z.B. Hauptplatinen Widerstand R30 sollte laut Anleitung 47K Ohm
haben. Wenn er ausgelötet ist, hat er dies auch. Nur wenn ich Ihn
eingelötet messe hat er 6,02K Ohm. Wenn ich die Leitplatine ohne
Widerstand an die aufnahme löchern des Widerstand messe, bekomme
ich 8K Ohm angezeigt. Ich weiss jetzt nicht ob dies ok ist, oder ob
mein Fehler in dieser Richtung liegt.

Schöne Grüße aus Neu-Ulm
Thomas Lauer

eax
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Beitrag von eax » 17 Sep 2006, 14:27

Hi,

eingelötet messen ist immer so eine Sache, weil du dann eben alles misst, was in der Schaltung vorhanden ist. ;)
Zu deinem Beispiel: Ohne den Widerstand hast du 8k Ohm. Lötest du jetzt den Widerstand ein, ist der Widerstand mit 47k Ohm ja parallel geschaltet zu dem Widerstand, den die Schaltung sowieso schon hat (die 8k Ohm eben). Für parallel geschaltete Widerstände gilt:
1/Rgesamt = 1/R1 + 1/R2 + ... + 1/Rn
Hier ist Rgesamt (was du eingelötet misst) also: 1 / (1/47k Ohm + 1/8k Ohm).
Ich würde sagen, das kommt dann auch so ungefähr hin ;) Es sagt aber nicht viel über die Schaltung aus, wenn die 8k Ohm falsch sind, bringt dir die Rechnung natürlich nix. :roll:
Ich würde prinzipiell eher den Widerstand jeweils zwischen zwei Bauteilen messen, die verbunden sein sollen. Dort muss er nämlich immer 0 Ohm betragen, so kommst du kalten Lötestellen am einfachsten auf die Schliche.

Gruß Timo
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FireFox

Beitrag von FireFox » 17 Sep 2006, 14:27

Ganz einfach :)

Dein Widerstand hat 47K, wenn du ihn vor dir liegen hast.
Wenn du ihn einlötest, dann hängen salopp ausgedrückt rundherum andere Widerstände, egal welcher Art die sind (z.B. sind ja auch LEDs in gewisser Weise ein Widerstand).

Du machst beim Einlöten ja nichts anderes, als zu den Widerständen auf der Platine einen weiteren parallel zu legen.

Jetzt kommt elementare E-Technik:
Eine Parallelschaltung aus Widerständen ergibt sich zu

RGes = 1 / ((1/R1) + (1/R2))

Wenn du deine Werte einsetzt : RGes = 1 / ((1/47k) + (1/8k)) = ~6,8k.

[EDIT] : Mist, paar Sekunden zu langsam :D

eax
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Beitrag von eax » 17 Sep 2006, 14:31

hehe :D
Ist doch gut, dass wir uns einig sind ;)
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FireFox

Beitrag von FireFox » 17 Sep 2006, 14:39

Daran wird es also nicht liegen ;)

Wie eax geasgt hat, bringt das Messen in der Schaltung (wenn du auf exakte Widerstände aus bist) nichts. Außer du weißt genau was noch alles dran hängt...
Es könnte ja z.B. sein, dass das Bauteil kaputt ist; du merkst das aber nicht, weil dir der Widerstand "von allem drum herum" angezeigt wird, aber kein Strom durch das eigentliche Bauteil fließt.

thomaslauer

Beitrag von thomaslauer » 17 Sep 2006, 15:04

Super Danke, ich habs verstanden.

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