screenshot oder mangelnde Information

Allgemeine c't-Bot Themen
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runge

screenshot oder mangelnde Information

Beitrag von runge » 11 Apr 2006, 13:05

Hallo,
ich habe meinen ctbot nun fertiggestellt und er dreht sich.
Nun möchte ich die Firmware aufspielen. Die c´t (Zeitschrift der minimalen Information) schreibt, dass ich andere Fuse-Bits Einstellungen benötige, als in der Anleitung im Internet.
Siehe "screenshot" war die einzige Information in der c´t.
Ich habe zwar nicht viel Ahnung, aber die Redakteure oder die Verfasser des Artikels können doch nicht einfach mit irgendwelchen Begriffen um sich schmeißen ohne sie eingeführt und erklärt zu haben. Didaktisch unglaublich schlecht geschrieben.
Vor allem, bei der falschen Einstellung könnte der Mikroprozessor "nachhaltig" den Dienst verweigern. Schöne formulierung, mit anderen Worten ist das Ding im Arsch. Vielleicht sollte man den Typen mal erklären was "nachhaltig" bedeutet.
Entschuldigt meinen Wutausbruch, aber die verlangen einfach wissen, das man nicht hat.
Könnte mir jemand sagen, welche Fuse-Bits Einstellungen ich bräuchte, damit der Controller seinen Dienst aufnimmt und das nachhaltig.
Mit freundlichen Grüßen
Jannemann

Tobias78

Fuse Bits

Beitrag von Tobias78 » 11 Apr 2006, 13:25

Naja... wenn du zum einstellen der Fuse Bits PonyProg2000 benutzt dann wie im Screenshoot in c't 4 06 auf s. 211. Der dort angezeigte Dialog "Configuration and Security Bits" das sind die Fuse-Bit Einstellungen.
Das muß auch nur einmalig geschehen, aber auf jedem fall vor dem ersten Programmieren eines HEX Files.

Benjamin.Benz

Beitrag von Benjamin.Benz » 11 Apr 2006, 13:49

Also, zu dem Vorwurf möchte ich doch kurz selbst etwas schreiben -- hätte aber sicherlich auch auf eine direkte Mail geantwortet, wenn man mich gefragt hätte.

Wenn man Ponyprog2000 verwendet und alles anklickt, wie im Screenshot (c't 04/06 S. 211, oben links) beschrieben, ist man auf der sicheren Seite. Ansonsten findet sich in unserer FAQ ebenfalls eine ganze Menge dazu:

http://www.heise.de/ct/ftp/projekte/ct-bot/faq/f.shtml

MfG Benjamin Benz

robotus

Beitrag von robotus » 11 Apr 2006, 15:18

@ benjamin: Ich bin begeistert :-) Das du einfach cool bleiben kannst. Andere wären da glatt aus der Haut gefahren und hätten sich zu verbalen Entgleisungen hinreißen lassen.
Ein kleiner Absatz über den Sinn, der hinter der Auswahl der entsprechenden Werte der Fusebits steht, hätte jedoch auch meiner Ansicht nicht geschadet. Ich weiß allles kann man nicht ins Heft bringen aber wozu habt Ihr die Projektseite. Hier wären doch diese Hintergrundinfos die nochmal den Sinn hinter allem erahnen lassen gut aufgehoben.

@ runge: Das mit den Fusebit Nachhaltig zu klären ist gar nicht so einfach wie die Frage die du stellst. letztendlich sind sie alle Schalter die wesendliches Verhalten der MCU beeinflussen. Nur Ihr Sinn ist nicht so schnell erschlossen. Zum Teil hängen die Bedeutungen voneinader ab und /oder sind auch von der externen Beschaltung beeinflusst. Hier musst Du Dir wohl selbst die ATMEL AVR Literatur zu MCU reinziehen.

Uli

runge

Beitrag von runge » 12 Apr 2006, 11:16

Danke für die Informationen. Ich bin äußerst begeistert von diesem Forum, da Ihr mir unglaublich helft.
Für meinen Wutausbruch will ich mich in aller Form entschuldigen. Doch meine Kritik muss ich aufrecht halten.
Die Anleitung zum Zusammenbau sind fehlerhaft und sehr sparsam gehalten.
Ich baue diesen ctbot für ein Uniprojekt, welches herausfinden soll, ob man diesen Bot auch im Schulbetrieb oder im Zuge eines Projekts mit Kindern zusammenbauen und programmieren könnte.
Es wurde eine Lötanleitung gegeben, damit anscheinend auch nicht versierte Menschen diesen ctbot zusammenbauen können. Doch ich habe schon ein Lötkurs geführt und muss feststellen, daß es äußerst schwer ist
für Unerfahrene diese Platinen zu löten ohne ein Bauteil zu beschädigen.
Jannemann

Benjamin.Benz

Beitrag von Benjamin.Benz » 12 Apr 2006, 14:23

Doch meine Kritik muss ich aufrecht halten.
Die Anleitung zum Zusammenbau sind fehlerhaft und sehr sparsam gehalten.
Hier möchte ich nochmals nachhaken: Wo genau ist in der Anleitung noch ein Fehler? Falls noch einer darin ist, fände ich es sehr konstruktiv uns darauf hinzuweisen, anstatt pauschal zu meckern. Auf Konkrete Hinweise hin, was fehlt haben wir in der Vergangenheit immer wieder die Anleitung aktualisiert.

Allerdings möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass wir leider nicht immer die Zeit finden dieses schöne Fan-Forum zu lesen. Wer also nicht nur seinen Frust abbauen will, sondern sachdienliche Hinweise hat, die wir berücksichtigen sollten, schickt sie bitte per mail an ct-bot@heise.de oder ct-sim@heise.de oder postet sie auf der Mailingliste. Dort finden wir sie dann auch.

MfG Benjamin Benz

Viviatis

Beitrag von Viviatis » 13 Apr 2006, 00:26

Hallo zusammen,

wie so viele c't-Projekte ist auch dieses aus meiner Sicht hochinteressant und unter Anderem auch mit ein Grund, weshalb ich die c't seit langem abboniert habe. Ohne Projekte und Artikel dieser Art wäre die Zeitschrift wahrscheinlich nicht das, was sie ist und würde auch nicht so einen guten Ruf haben.

Die Probleme beim Zusammenbau des c't-Bot und bei der Softwareinstallation sind hinreichend bekannt und seit Monaten diskutiert worden. Vorsichtige Naturen und Ungeübte hatten also durch die Informationen in diesem und dem Heise-Forum die reelle Chance, das Projekt gar nicht erst anzufangen. Es gibt deshalb aus meiner Sicht keinen Grund, jetzt noch aus der Haut zu fahren. Außerdem bleibt ein Bausatz nun einmal ein Bausatz.

Wenn ich mein Eigenheim nicht von einem Architekten entwerfen und bauen lasse, sondern nach einer Anleitung aus einer Fachzeitschrift selbst aufbaue, muss ich auch das Risiko tragen, wenn das Dach nicht dicht ist. Auch dann, wenn der Autor vergessen hat das Abdichten zu erwähnen oder das Thema "Dachdecken" nicht gut beschrieben hat.

Die c't ist in meinen Augen eben eine Fachzeitschrift und kein Bastelbuch. Wenn ich in einer Fachzeitschrift einen Artikel schreibe oder ein Projekt wie dieses starte, ist das als Anregung für Fachleute und Wissenshungrige zu sehen und das sollte man auch so akzeptieren!

Ich hatte auch meine Schwierigkeiten mit dem Projekt und ich kann die Kritik wirklich nachvollziehen. Und ich gebe zu: manchmal wäre ich auch fast an die Decke gegangen. Aber ich wußte auch, worauf ich mich einlasse und dass dieses Projekt doch Einiges an Grundwissen und Fertigkeiten erfordert.

Aber das Schönste ist: Wer diesen Bot irgendwann zusammengebaut hat, kann wirklich ein wenig stolz darauf sein!

Gruß,

Viviatis

inky

kinderleicht?

Beitrag von inky » 13 Apr 2006, 17:14

hi,
kinderleicht zusammenbaubar & programmierbar hat nie jemand behauptet.
wenn es an der nötigen selbsteinschätzung mangelt, kann die ct, bbe und der rest der welt auch nichts dafür...
inky

eax
Friends of Robby
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Wohnort: Karlsruhe

Re: kinderleicht?

Beitrag von eax » 13 Apr 2006, 18:58

inky hat geschrieben:hi,
kinderleicht zusammenbaubar & programmierbar hat nie jemand behauptet.
wenn es an der nötigen selbsteinschätzung mangelt, kann die ct, bbe und der rest der welt auch nichts dafür...
inky
Dem kann ich nur zustimmen!

Gruß Timo
Timo -- Meine Beiträge sind unter CC-BY-SA freigegeben

Exerior

Beitrag von Exerior » 19 Apr 2006, 16:04

Also zu meiner Einschaetzung von dem ganzen:

Ich habe selbst wenig Erfahrung mit praktischer Elektronik. Ich habe zwar mein Abitur in der Fachrichtung Elektro gemacht (BG Elektro), aber das war eher theoretisch.
Geloetet hatte ich vorher noch nie eine ganze Platine, aber hier und da mal ne kleinigkeit.

Ich bin jetzt halb fertig mit den Loetarbeiten und ich muss sagen, sie gehen mir leicht von der Hand. Gerade die Bilder auf der ct Seite sind sehr hilfreich, da ich noch unsicher im Plaene lesen bin (Stichwort: Wie rum kommt dieses verdammte Bauteil nun auf die Platine).

Jemand ohne Grundkenntnisse sollte sehr langsam an den Bot gehen und sich viel Zeit nehmen. Der Einsatz in der Schule halte ich fuer sehr problematisch und wuerde aus meiner Sicht saemtlichen Rahmen fuer elektonik in dem normalen Schulunterricht sprengen.

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